Freie Künstlergruppe Hemer eröffnet mit Vernissage die Ausstellung „Sinfonie des Glücks“

Die Kunstausstellung „Sinfonie des Glücks“ ist ab Sonntag nun auch im Felsenmeer-Museum zu sehen. Elf Künstler aus fünf Nationen (Deutschland, Russland, Ukraine, Litauen und Polen) haben zusammen die Mosaik-Kunstwerke geschaffen. Die veränderbare Kunst ist auch durch eine Kooperation der freien Künstlergruppe Hemer und dem russischen Künstler Vladimir Strigin entstanden.

Beim Aufhängen der Bilder am Freitag ist auch Vladimir Strigin anwesend. Der Künstler hatte in Schelkowo, wo auch eine große Kunstvereinigung in der Region Moskau ihren Hauptsitz hat, ein großes Kachel-Kunstwerk realisiert. Mit dem Kulturaustausch sprang der Funke nach Hemer über. Die freie Künstlergruppe entwickelte mit ihm ein eigenes Konzept, was nun unter dem Titel „Sinfonie des Glücks“ im Heimatmuseum zu sehen ist.

Strigin lebt seit dem Beginn des Ukraine-Krieges nicht mehr in der Nähe von Schelkowo. Seit langem hat er seinen Lebensmittelpunkt nach Spanien verlegt, wo seine Frau, seine Kinder und Enkel leben. Vor 2022 habe er etwa zur Hälfte in Russland und Spanien gewohnt, nun ist sein Lebensmittelpunkt ganz in Spanien. In Russland besucht er aber auch mal Freunde und Verwandte. Über Politik will er ungern sprechen.

„Jeder Mensch sucht nach Glück. Und das findet man gemeinsam mit Freunden und anderen Menschen“, werden seine Worte vom Russischen ins Deutsche übersetzt. Die einzelnen Kacheln sind mit beidseitigem Klettverschluss an den Leinwänden befestigt und können von den Künstlern auch ausgetauscht werden, wodurch dann neue Kunstwerke entstehen können. „Das gesamte Projekt ist ein gigantisches Puzzle aus Kunst, jedes Werk misst einen Quadratmeter und besteht aus 100 Kacheln im Maß von zehn mal zehn Zentimetern“, so Heike Nitz-Röther von der Künstlergruppe Hemer. Jahrelang wurde das Projekt vorbereitet.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler sind Grete Camminadi, Daiva Kunigeniene, Anna Pawlenia, Oksana Yarots, Vera Wysuwa, Jana Röther, Benno Potthoff, Eva Tuz, Heike Nitz-Röther, Barbara Praczukowska-Kuklok und natürlich Vladimir Strigin.

© Bild und Text Hendrik Schulze Zumhülsen, IKZ