Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sonntags im Museum“ wurde vergangenen Sonntag vom Bürger- und Heimatverein Hemer zu einer Vernissage ins Felsenmeer-Museum eingeladen. Mechthild Tacke, die zweite Vorsitzende, eröffnete die Ausstellung „Bilder aus drei Jahrzehnten – Erinnerungen an die Hemeraner Künstlerin Agnes Mühlenhoff“.
Agnes Mühlenhoff, die im vergangenen Jahr im Alter von 81 Jahren verstarb, war eine große Heimatfreundin und vielseitige Künstlerin, was ihre Werke widerspiegeln. Ihr künstlerisches Schaffen begann Anfang der 1970er Jahre. Nach einer schöpferischen Pause erlernte Mühlenhoff im Jahr 2007 das Zeichnen bei Hildegard Byns in Hagen. Durch zahlreiche Kurse vervollständigte sie ihr künstlerisches Wissen und konnte dadurch auf ein bemerkenswert breites Spektrum an Techniken und Motiven zurückgreifen.
In der Hembecke geboren, legte Mühlenhoff am heimischen Gymnasium das Abitur ab, bevor sie das Lehramtsstudium in Münster begann. Später war sie 37 Jahre als Lehrerin an der hiesigen Realschule tätig. Nach der Pensionierung wuchs ihr ehrenamtliches Engagement, zunächst bei der Landesgartenschau und später beim BHV Hemer im Felsenmeer-Museum. Unvergessen bleiben die erlebnispädagogischen Führungen für den Nachwuchs, bei denen Mühlenhoff verkleidet in die Rolle der Hausherrin Mimi Grah schlüpfte.
„Ihre große Leidenschaft aber war das Malen“, so Mechthild Tacke im Rahmen der Vernissage, bei der sie auch Mühlenhoffs Mann Peter und den beiden Töchtern Judith und Julika für die Vorbereitung der Ausstellung dankte. Immer wieder erkannte der Besucher, dass es eine besondere Ausstellung war, die den Arbeitskreis doch sehr bewegte, war Mühlenhoff schließlich bis zu ihrem Tod teil eben dieses.
2019 hatte Mühlenhoff, Mitglied des Iserlohner Kunstvereins, bereits eine Ausstellung im Felsenmeer-Museum. Mal- und Zeichenkurse in Hagen, Iserlohn, Hamburg, Sylt, Prerow, Wuppertal und Kiel ließen ihren künstlerischen Horizont stets wachsen. Was sich dann letztendlich auch in den unterschiedlichen Techniken wie Aquarell, Acryl, Porträt, Öl und Spachteltechnik widerspiegelte. Und auch die Motive, sei es Menschen, Tiere oder Landschaften könnten nicht facettenreicher sein.
Nach der Vernissage lud der BHV Hemer zu Kaffee, Kuchen und Waffeln in die Museumscafeteria ein. Auch dort wurde bei Gesprächen noch in Erinnerungen an Agnes Mühlenhoff, die vielen durch ihre herzliche und offene Art am Herz lag, geschwelgt.
