Als tief in der Stadt verwurzelt, beschrieb Holm Diekenbrock den Bürger- und Heimatverein in Hemer, dessen erster Vorsitzender er ist. Am Donnerstagabend kamen die Heimatfreunde zu ihrer Mitgliederversammlung im Vortragsraum des Felsenmeer-Museums zusammen. Auf der Tagesordnung standen diesmal neben den üblichen Jahresberichten auch Vorstandswahlen.

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Holm Diekenbrock auf das Jahr 2024 sowie das erste Halbjahr von 2025 zurück. „Es war ein normales, erfolgreiches Vereinsjahr“, so der erste Vorsitzende. Insgesamt sei man seitens des Vereins mit den Besucherzahlen bei den Veranstaltungen zufrieden. Dies liegt an dem vielseitigen Programm, was auch in diesem laufenden Jahr fortgesetzt wird.

Mit einer Fotoshow, die Aufnahmen von Ausstellungen, vom Stadtrundgang, von einer Besichtigung und dem Tagesausflug zeigte, ließ man das Jahr Revue passieren. Sehr erfreulich war dabei anzumerken, dass die Reihe „Sonntags im Museum“, immer am ersten Sonntag im Monat, sich stetig über sehr guten Zuspruch freuen kann. Erfreut zeigt man sich beim BHV auch, was die Mitgliederentwicklung betrifft. Trotz zehn verstorbener Vereinsmitglieder, derer gedacht wurde, und fünf Austritten ist die Mitgliederanzahl dank fast 20 neuen Mitstreitern mit 213 so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren.

Auch angesichts des Museums hatte Holm Diekenbrock Positives zu berichten. Momentan sind zwar Teile der Dauerausstellung wegen den Bauarbeiten rund um den Aufzug abgebaut, aber es tut sich endlich was. „Der Aufzug wird auch dieses Jahr fertig!“, versprach Diekenbrock und klopfte zugleich auf das hölzerne Redepult.

Der Vorstand wurde vor geraumer Zeit mit der Umgestaltung der Dauerausstellung beauftragt. Zusammen mit dem Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe möchte man laut Diekenbrock die Veränderung auf den Weg bringen und arbeitet an einer neuen Konzeption. Zum Auftakt soll im September ein Workshop stattfinden. Zukünftig soll dann auch das jüdische Leben in Hemer als Thema in die Dauerausstellung aufgenommen werden. Neu in der Dauerausstellung ist jetzt schon ein besonderes Exponat. Bei Restaurierungsarbeiten an der Ebbergkirche wurde ein Holzbrett mit einer Inschrift entdeckt. Dabei handelt es sich um eine Gesangbuchablage aus der alten Vituskirche, die fortan als Originalexponat die Vitus-Vitrine zieren wird.

Von etwas hat sich der BHV schweren Herzens getrennt, weiß es aber dennoch gut aufbewahrt. Der BHV besaß ein Hans-Prinzhorn-Archiv, welches vom ehemaligen Stadtdirektor Dieter Voss als Fachmann verwaltet wurde. Nach dessen Wegzug aus der Felsenmeerstadt hat der BHV nun die vorhandene Sammlung an die Universitätsklinik Heidelberg, die ebenfalls über eine Hans-Prinzhorn-Sammlung verfügt, übergeben.

Nach dem zufriedenstellenden Bericht der Schatzmeisterin über die solide Finanzlage, wurde der amtierende Vorstand einstimmig entlastet und es standen die Vorstandswahlen an. Die Anwesenden sprachen sich dabei für die Wiederwahl des Teams aus, da dies bisher einen sehr guten Job gemacht hat und das teilweise über Jahre. Somit setzt sich der Vorstand weiterhin aus folgenden Mitgliedern zusammen: Holm Diekenbrock (erster Vorsitzender), Mechthild Tacke (stellvertretende Vorsitzende), Silke Granzeuer (Schatzmeisterin), Klaus Schreiber (stellvertretender Schatzmeister), Reinhard Ruberg (Schriftführer), Andreas Bisigo (Pressesprecher) sowie Marianne Gorissen und Bernhard Dämmer (beide Beisitzer).